Fondsmanagement

Die Mischung macht’s: Ein Investmentfond besteht aus einer Vielzahl attraktiver Einzeltitel, die von Spezialisten ausgesucht und zusammengestellt wurden. Der Clou dabei: professionelles Fondsmanagement ermöglicht dem Anleger hohe Renditen bei geringem Aufwand – und weniger Risiko.

Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel

Forrest Gump wusste es: „Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel. Man weiß nie was man bekommt.“ Wie Gump hat sich wohl auch schon so mancher Anleger gefühlt. Man hat die Auswahl zwischen zwei aussichtsreichen Aktien, kauft die Eine, aber die Andere steigt. Pech gehabt, oder? Nicht ganz, ein cleverer Anleger hätte die Summe geteilt und beide Aktien gekauft und damit auch sein Kapital verteilt. Ein weiterer Vorteil der Kapitalstreuung ist, dass nicht nur die Chancen von zwei Aktien genutzt werden, sondern auch das Risiko auf zwei Papiere verteilt wird. Das ganze funktioniert noch besser, wenn man nicht nur zwei Aktien kauft, sondern 20 oder gar 200. Doch leider erreicht da so mancher Geldbeutel sehr schnell sein Limit.

Nur vom Feinsten soll es sein

Die Lösung: Investmentfonds. Hier stellen Profis mit dem gesammelten Vermögen der Anleger ein Depot mit den besten Werten zusammen. Nur die feinsten Trüffel kommen in Frage. Der Effekt: Durch die Bündelung des Kapitals kommen gigantische Summen zusammen, die auf viele Wertpapiere verteilt werden können. Der Vorteil für den Anleger: Viele Chancen, weniger Risiko. Zumindest als bei der Anlage in vergleichbare Einzelwerte. Die Auswahl ist inzwischen fast unüberschaubar. Gut 9.300 Aktien-Renten oder Geldmarktfonds werden derzeit in Deutschland zum Kauf angeboten. Das gesamte Anlagevolumen beläuft sich auf über 1.430 Millionen Euro.

Große Auswahl

Anlegen können Fonds-Investoren in allen erdenklichen Wertpapiermärkten. Das Spektrum reicht vom konservativen Fonds, mit festverzinslichen Wertpapieren oder Immobilienfonds bis zu riskanten Varianten, z.B. Aktienfonds für asiatische Technologieunternehmen. „Heute gibt es für jeden Anleger den richtigen Fonds“, weiß Ulrich Gallus, Fondsexperte der Deka-Bank. Wer einen Fonds sucht, schaut meist zuerst auf die Wertentwicklung der letzten Jahre. Das ist legitim, aber leider gibt es keine Garantie, dass ein Fonds auch in Zukunft so abschneidet. Wichtiger als kurzfristige Spitzenplätze sind deshalb stetige Erträge.

Langanhaltender Genuss

Sicherer ist da das Fondssparen. Monatlich legt ein Anleger eine gleich bleibende Summe, z. B. 100 Euro in einen Investmentfonds an. Der Effekt: bei fallenden Kursen kauft er mehr Anteile, bei steigenden Kursen weniger. Schwankungen werden so ausgeglichen, das Risiko sinkt. Ebenfalls auf Nummer sicher geht, wer sich gleich eine ganze Schachtel Fondspralinen kauft, mit einem so genannten Dachfonds. Hier werden von Profis die besten Fonds zu einer edlen Auslese zusammengestellt. Anleger nutzen so die Chancen mehrerer Fonds und streuen das Risiko auf ein Vielfaches an Aktien. Dachfonds sind deshalb für vorsichtige Genießer erste Wahl.

Stand: Dezember 2009, alle Angaben ohne Gewähr